Wanderung in hohen Lagen

Der Meraner Höhenweg ist ein wunderbares Erlebnis. Für erprobte Wanderer die es lieben, auf die bis auf  3.000 m hohen Bergspitzen zu steigen, wie auch für Bergerfahrene, die sich auf eine der vielen Teilstrecken einklinken möchten und ein Stück dieses einmaligen Rundwanderweges entdecken möchten.

 

Im Jahre 1976 wurdemeraner_hoehenweg der Naturpark Texelgruppe errichtet. Das Ziel war es, bzw. ist es auch heute noch, ein Stück ursprünglicher Bergwelt zu erhalten. Dieser Park grenzt im Westen an das Schnalstal, im Süden an den Vinschgau, im Osten an das Passeiertal und im Norden an die Ötztaler Alpen. Die Idee zum Meraner Höhenweg, der sich im Naturpark befindet, kam vom Meraner Helmut Ellmenreich, der langjähriger Obmann des AVS (Alpenverein Südtirol) – Sektion Meran war.
Wer den gesamt Wanderweg in einem Mal begehen möchte, der muss sich als erfahrener Tourengeher mindestens 6 Tage Zeit nehmen. Denn die 100 km die dieser Weg bietet, führen durch wunderschöne Tallagen, vorbei an tief grünen Wäldern bis hoch hinauf zu den schroffen Felsplatten und der Gletscherwelt der Ötztaler Alpen. Es werden in dieser knappen Woche 5.000 Höhenmeter überwunden. Das muss erst einmal in Angriff genommen werden.
meraner_hoehenweg2Der Höhenweg wird in 2 große Teilstücke unterteilt. Dem südlichen und dem nördlichen Teil. Der erstere führt entlang der Südhänge des Naturparks Texelgruppe. Auf diesem Weg hat man einen wunderschönen Ausblick in das Passeiertal, dem Talkessel der Kurstadt Meran und über die Kulturlandschaft um Naturns und den unteren Vinschgau. Der nördliche Teil des Weges führt durch das urige Pfossental mit seinen alten ursprünglichen Waldbeständen hoch hinauf auf das Eisjöchl auf den höchsten Punkt der einzigartigen Wanderung, auf 2.895 m. Weiter führt der Weg dann in das Pfelderertal zurück in das Passeiertal. Durch seinen hochalpinen Charakter ist der nördliche Teil des Meraner Höhenweges nur von Juni bis September begehbar. In diesem Jahr (2014) wird ein sicheres Durchkommen erst ab Ende Juni gewährt, da es einen sehr harten Winter gab.

Auf dem gesamten Weg finden Sie immer wieder Einkehrmöglichkeiten. Also ist für ein „Biwak“ immer bestens gesorgt. Aber man darf eines nicht vergessen, dass eine solche Wanderung die über 6 oder 7 Tage geht, eine sehr gute körperliche Kondition erfordert. Zudem sollten Reservierungen der Schlafmöglichkeiten in den Hütten oder Gasthöfen nicht vergessen werden. Natürlich nimmt man dann auch tägliche Gehzeiten von 6 – 8 Stunden in Kauf.
Es gibt mehrere Möglichkeiten des Einstiegs. Die übliche ist von Katharinaberg im Schnalstal aus oder von Ulfas im Passeiertal. Natürlich kann man auch nur Teilstücke des Weges machen. Von Naturns aus erreicht man den Einstieg über die Seilbahn Unterstell, die Sie direkt auf 1.200 m bringt wo man dann bei Lind auf den Meraner Höhenweg gelangt.

Ein fröhliches Berg Heil wünschen wir allen, die im Naturpark Texelgruppe auf dem Meraner Höhenweg oder anderen Wanderwegen in Südtirol unterwegs sind!

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